Azubis gewinnen wird schwerer, obwohl Betriebe weniger Plätze anbieten. Was die IHK-Umfrage aus Leipzig zeigt und welche fünf Schritte unbesetzte Plätze füllen.
Azubis gewinnen ist 2026 schwerer, obwohl die Betriebe weniger Plätze anbieten. In der Region Leipzig hat laut IHK ein Drittel der befragten Betriebe das Angebot reduziert, und trotzdem konnten 39 Prozent nicht alle Plätze besetzen. Das Problem ist selten die Zahl der Plätze, sondern die Sichtbarkeit bei Jugendlichen und ein Bewerbungsweg, der unterwegs abbricht. Wer jetzt im Oktober startet, sucht im richtigen Fenster für den Ausbildungsbeginn 2027.
Wer Azubis gewinnen will, steht 2026 vor einem Widerspruch. Viele Betriebe bieten weniger Ausbildungsplätze an als im Vorjahr, und trotzdem bleiben die verbliebenen Plätze leer. Die Umfrage der IHK zu Leipzig vom 22.07.2026 (Meldung der IHK, veröffentlicht im Stadtportal leipziginfo.de) bringt es auf zwei Zahlen: Rund ein Drittel der befragten Unternehmen bietet weniger Plätze an, 39 Prozent konnten dennoch nicht alle besetzen. Weniger Angebot löst das Problem also nicht, es verschiebt es nur.
Dieser Beitrag ordnet die Leipziger Zahlen neben die bundesweiten ein, zeigt, woran Ausbildungsplätze tatsächlich scheitern, und beschreibt fünf Schritte, mit denen ein kleiner oder mittlerer Betrieb seine Plätze besetzt. Die Leipziger Umfrage ist dabei der Anlass, die Frage selbst stellt sich in jedem Landkreis gleich.
Was die IHK-Umfrage aus Leipzig zeigt
In der Region Leipzig bietet rund ein Drittel der befragten Betriebe 2026 weniger Ausbildungsplätze an, etwa die Hälfte hält das Angebot konstant, nur 12 Prozent weiten es aus. Trotzdem konnten 39 Prozent nicht alle Plätze besetzen. Die IHK nennt als Ursachen die schwache Wirtschaftslage und fehlende passende Bewerbungen.
Bemerkenswert ist die Kombination. Wenn ein Betrieb wegen der Konjunktur Stellen streicht, würde man erwarten, dass die übrigen leichter zu füllen sind. Das Gegenteil ist der Fall. Die IHK zu Leipzig schreibt, dass auch dort, wo Unternehmen ausbilden wollen, häufig passende Bewerbungen fehlen. Zugleich sieht eine große Mehrheit der Betriebe Defizite bei der Ausbildungsreife, vor allem in Mathematik, im wirtschaftlichen Verständnis und im sprachlichen Ausdruck.
| Kennzahl | Region Leipzig (IHK, 2026) | Bundesweit (DIHK, 2026) | | --- | --- | --- | | Betriebe mit weniger Plätzen als im Vorjahr | rund ein Drittel | 29 Prozent | | Betriebe mit gleichem Angebot | etwa die Hälfte | 58 Prozent | | Betriebe mit mehr Plätzen | 12 Prozent | 13 Prozent | | Betriebe, die nicht alle Plätze besetzen konnten | 39 Prozent | 49 Prozent (Ausbildungsjahr 2025) |
Die bundesweiten Werte stammen aus der DIHK-Ausbildungsumfrage 2026, an der sich rund 14.000 Betriebe beteiligt haben. Die Leipziger Region liegt beim Abbau etwas über, bei den Besetzungsproblemen unter dem Bundesschnitt. Das ist keine Entwarnung: Vier von zehn Betrieben mit offenen Plätzen sind auch in Leipzig ein Normalzustand, kein Ausreißer.
Warum Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben
Ausbildungsplätze bleiben vor allem unbesetzt, weil keine geeigneten Bewerbungen eingehen. Das nennen 65 Prozent der Betriebe mit Besetzungsproblemen. Ein Viertel bekommt gar keine Bewerbung. Der Markt ist dabei nicht leer: Ende August 2026 standen 116.000 offenen Stellen 102.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz gegenüber.
Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für August 2026 zeigen das Passungsproblem deutlich. Gemeldet waren 451.000 Ausbildungsstellen, 32.000 weniger als ein Jahr zuvor. 116.000 davon waren noch frei, während 102.000 Bewerberinnen und Bewerber weder eine Stelle noch eine Alternative gefunden hatten. Es gibt also Jugendliche, die suchen, und Betriebe, die suchen. Sie finden sich nur nicht.
| Grund (Mehrfachnennung) | 2023 | 2024 | 2025 | | --- | --- | --- | --- | | Keine geeigneten Bewerbungen | 69 % | 73 % | 65 % | | Gar keine Bewerbungen | 35 % | 32 % | 24 % | | Weite Wege, fehlender bezahlbarer Wohnraum | nicht erhoben | nicht erhoben | 7 % | | Bürokratie bei Bewerbern aus Drittstaaten | nicht erhoben | 6 % | 5 % |
Quelle der Tabelle ist ebenfalls die DIHK-Ausbildungsumfrage 2026, bezogen auf Betriebe, die nicht alle Plätze besetzen konnten. Zwei Dinge fallen auf. Erstens sinkt der Anteil der Betriebe ganz ohne Bewerbung deutlich, von 35 auf 24 Prozent. Zweitens bleibt „keine geeigneten Bewerbungen" mit großem Abstand der häufigste Grund.
Was „keine geeigneten Bewerbungen" oft wirklich heißt
Hinter der Antwort stecken zwei sehr unterschiedliche Lagen. Die eine: Die Bewerbungen passen fachlich nicht, die Schulnoten reichen nicht, der Weg ist zu weit. Die andere: Es bewerben sich die Falschen, weil die Stellenanzeige niemandem erklärt, was den Beruf ausmacht und wer dafür geeignet ist. Die erste Lage löst kein Marketing. Die zweite sehr wohl, und sie ist häufiger, als die Statistik vermuten lässt.
Was die Region dazu beiträgt
Ein regionaler Punkt aus derselben DIHK-Umfrage: Nur 37 Prozent der sächsischen Ausbildungsbetriebe sehen beim bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende keinen akuten Handlungsbedarf. Für Betriebe am Stadtrand oder im Landkreis heißt das, die Anfahrt offen zu beantworten, bevor sie zur Absage wird. Wer einen Werksbus, ein Jobticket oder eine Fahrgemeinschaft anbietet, gehört damit in die erste Zeile der Anzeige, nicht ins Kleingedruckte.
Wo Jugendliche suchen und was das für die Ansprache heißt
Jugendliche verbringen ihre Zeit am Handy in wenigen Apps. In der JIM-Studie 2025 stehen WhatsApp, Instagram, Snapchat und TikTok an der Spitze ihrer App-Rangliste. Eine Stellenanzeige auf dem Jobportal erreicht sie dort nicht. Ein kurzes Video mit einem echten Azubi im Feed erreicht sie dagegen in der Umgebung, in der sie ohnehin sind.
Die JIM-Studie 2025 hat 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren befragt. Auf die offene Frage nach den drei Apps, die ihnen am meisten bedeuten, nennen 84 Prozent WhatsApp, ein Drittel Instagram, 24 Prozent Snapchat und 23 Prozent TikTok. YouTube verliert sechs Prozentpunkte und wird nur noch von einem Fünftel genannt. Volljährige Jugendliche verbringen laut Studie über viereinhalb Stunden am Tag am Handy.
Daraus folgt für Ausbildungsbetriebe eine einfache Regel: Die Ausbildung muss im Hochformat funktionieren, in den ersten Sekunden verständlich sein und ohne Ton lesbar. Ein Imagefilm in 16:9, der mit einer Drohnenaufnahme des Firmengeländes beginnt, ist für diesen Kanal das falsche Material. Welche Seitenverhältnisse und Sicherheitsabstände auf Instagram und Facebook gelten, steht in unserer Übersicht zu den Meta Ads Formaten 2026.
Die Eltern entscheiden mit
Bei der Berufswahl reden Eltern mit, oft stärker, als Betriebe das einplanen. Für die Ansprache heißt das: zwei Zielgruppen, zwei Botschaften. Die Jugendlichen wollen sehen, wie der Alltag aussieht und wer neben ihnen arbeitet. Die Eltern wollen wissen, ob der Betrieb übernimmt und wie es nach der Prüfung weitergeht. Laut DIHK planen 64 Prozent der Betriebe 2026, alle Absolventen zu übernehmen. Wer dazu gehört, sollte das sagen, und zwar dort, wo Eltern es lesen: auf Facebook und auf der eigenen Karriereseite. Was den Jugendlichen selbst bei der Wahl des Betriebs wichtig ist, haben wir anhand der 307 Antworten der Leipziger Azubi-Umfrage in Was ist Azubis wichtig? ausgewertet.
Azubis gewinnen in fünf Schritten
Fünf Schritte tragen bei kleinen und mittleren Betrieben: die Ausbildung mit echten Azubis zeigen, regional werben, die Bewerbung auf wenige Minuten am Handy verkürzen, Eltern und Schulen mit ansprechen und im Herbst des Vorjahres starten. Keiner dieser Schritte braucht ein großes Budget, alle brauchen eine klare Reihenfolge.
| Schritt | Was konkret passiert | Interner Aufwand | Woran Sie den Erfolg sehen | | --- | --- | --- | --- | | 1. Echte Azubis zeigen | Kurze Hochformat-Videos aus dem Alltag, ein Azubi spricht | ein Drehtag, Einwilligungen vorab | Aufrufe bis zum Ende, Nachrichten statt Likes | | 2. Regional werben | Anzeigen im Umkreis der Schulen und Wohnorte | Einrichtung einmal, dann wöchentlich prüfen | Kosten pro Bewerbung, nicht pro Klick | | 3. Bewerbung verkürzen | Drei bis fünf Fragen am Handy, kein Anschreiben | Formular einmal bauen | Abbruchquote im Formular | | 4. Eltern und Schulen | Übernahme und Perspektive sichtbar machen, Praktikumstage anbieten | ein Ansprechpartner, feste Termine | Praktikanten, die sich danach bewerben | | 5. Früh starten | Suche ab Oktober für den Start im Sommer | Planung im September | Zusagen vor Ostern |
Schritt 1: Die Ausbildung zeigen, nicht beschreiben
Jugendliche glauben Gleichaltrigen mehr als der Geschäftsführung. Das beste Material entsteht deshalb mit den Azubis aus dem zweiten oder dritten Lehrjahr, die vor der Kamera erzählen, was sie am ersten Tag überrascht hat. Aus der Praxis: Aus einem Interview-Drehtag gehen bei uns regelmäßig 8 bis 12 Ad-Fassungen heraus, aus drei bis vier verwertbaren Aussagen. Für eine Azubi-Kampagne reicht das für eine komplette Saison. Wie wir bei Recruiting-Drehs vorgehen und warum die beste Aussage oft nicht aus dem geplanten Interview kommt, haben wir am Beispiel eines Recruiting-Videos in der Pflege beschrieben.
Schritt 2: Regional werben, nicht bundesweit
Ein Ausbildungsplatz hat einen Radius. Kaum jemand zieht mit 16 für eine Lehrstelle um. Die Anzeige gehört deshalb in den Umkreis, aus dem ein Azubi realistisch pendelt. Dazu kommt eine Einschränkung, die viele überrascht: Bei Nutzerinnen und Nutzern unter 18 Jahren erlaubt Meta seit Februar 2023 nur noch Alter und Standort als Merkmale der Ausrichtung. Interessen wie „Handwerk" oder „Technik" lassen sich nicht nutzen. Die Auswahl übernimmt deshalb das Video selbst, indem es in den ersten Sekunden klar macht, für wen es gedacht ist. Wie wir eine solche Kampagne in den ersten 30 Tagen aufbauen, steht in Meta Ads Kampagnenstruktur: der 30-Tage-Setup-Prozess.
Schritt 3: Die Bewerbung in zwei Minuten
Wer am Handy auf eine Anzeige tippt und dann ein Anschreiben, einen Lebenslauf und drei Zeugnisse hochladen soll, ist weg. Ein kurzes Formular mit Name, Telefonnummer, Schulabschluss und dem Wunschberuf reicht für den ersten Kontakt. Der Rest folgt im Gespräch. Diese eine Änderung bewegt in Azubi-Kampagnen meist mehr als jede neue Anzeige, weil sie den Moment nutzt, in dem das Interesse da ist.
Schritt 4: Eltern und Schulen einplanen
Ein Praktikumstag ist das stärkste Argument, das ein Betrieb hat. Wer ihn in den Herbstferien und vor den Weihnachtsferien fest anbietet und in den Anzeigen nennt, senkt die Hürde von der Bewerbung auf einen Besuch. Für die Eltern gehört die Übernahmequote und die Weiterbildung nach der Prüfung in jede längere Fassung.
Schritt 5: Im Oktober beginnen
Das Berichtsjahr der Bundesagentur für Arbeit läuft von Oktober bis Ende September. Die Augustzahlen 2026 zählen die 433.000 Bewerberinnen und Bewerber, die sich seit Oktober 2025 gemeldet haben. Für den Ausbildungsstart im Sommer 2027 beginnt die Suche also jetzt. Wer erst im Frühjahr Anzeigen schaltet, konkurriert um die Jugendlichen, die bis dahin keine Zusage haben.
Wann Anzeigen das falsche Mittel sind
Anzeigen helfen nicht, wenn der Engpass im Betrieb liegt: wenn niemand Zeit für die Ausbildung hat, wenn Bewerbungen tagelang unbeantwortet bleiben oder wenn Azubis im ersten Jahr abbrechen. Dann bringt Reichweite mehr Bewerbungen in einen Prozess, der sie nicht halten kann.
Die DIHK-Umfrage nennt einen Grund, der selten offen diskutiert wird: 18 Prozent der Betriebe, die weniger Plätze anbieten, begründen das mit schlechten Erfahrungen mit Auszubildenden. Bei Betrieben, die gar nicht mehr ausbilden, sind es 27 Prozent. Wer hier steht, braucht zuerst einen Ausbilder mit Zeit und einen klaren Plan für die ersten Wochen. Erst dann lohnt es sich, die Reichweite zu erhöhen.
- Bewerbungen werden innerhalb von 48 Stunden beantwortet? Wenn nicht, zuerst den Prozess klären, dann werben.
- Es gibt einen festen Ansprechpartner, der auch per WhatsApp oder Telefon erreichbar ist? Jugendliche schreiben selten E-Mails.
- Die Azubis im Video arbeiten wirklich noch im Betrieb und würden die Ausbildung weiterempfehlen? Sonst kippt das Video beim ersten Probetag.
Ein zweiter Fall: Wer nur einen Platz im Jahr vergibt und ohnehin Bewerbungen über Praktikanten bekommt, braucht keine Kampagne. Eine gute Karriereseite und ein Kontakt zur nächstgelegenen Oberschule reichen dann oft aus.
Recht beim Dreh mit Azubis
Für ein Video mit Azubis braucht jede erkennbare Person eine schriftliche Einwilligung, die Kanäle, Dauer und Widerruf nennt. Bei Minderjährigen sollten zusätzlich die Erziehungsberechtigten unterschreiben. Die Einwilligung gehört in die Vorbereitung, nicht an den Drehtag, und ein Nein darf keine Nachteile haben.
Rechtlich gilt für jedes Bildnis Paragraf 22 Kunsturhebergesetz: verbreitet werden darf es nur mit Einwilligung. Azubis stehen dabei in einem Abhängigkeitsverhältnis, und das macht die Freiwilligkeit heikler als bei erfahrenen Beschäftigten. Bei einem Dreh in einem Betrieb mit rund vierzig Beschäftigten haben wir die Einwilligungen zwei Wochen vorher verschickt, mit dem Satz, dass eine Ablehnung ohne Begründung möglich ist. Zurück kamen vier Ablehnungen, und wir konnten die Drehreihenfolge danach bauen. Die Vorlage, die Rechtsgrundlagen und den Umgang mit einem späteren Widerruf finden Sie in Einwilligung für Foto und Video beim Dreh.
Ein Hinweis für Betriebe in Sachsen, die eine solche Kampagne fördern lassen wollen: Die Lage bei den Programmen der SAB hat sich 2026 deutlich verändert, und Werbemittel sind dort ausdrücklich nicht förderfähig. Was noch geht, steht in Marketing-Förderung Sachsen: was die SAB zahlt und was nicht.
Häufige Fragen zum Thema Azubis gewinnen
Die häufigsten Fragen drehen sich um die Lage am Ausbildungsmarkt, die Gründe für unbesetzte Plätze, den richtigen Zeitpunkt und die Regeln für Anzeigen und Videos mit Jugendlichen. Die Antworten beziehen sich auf die Zahlen von IHK, DIHK und Bundesagentur für Arbeit zum Stand 02.10.2026.
Wie viele Ausbildungsplätze bleiben 2026 unbesetzt?
Ende August 2026 meldete die Bundesagentur für Arbeit 116.000 unbesetzte Ausbildungsstellen bei 451.000 gemeldeten Stellen insgesamt. Gleichzeitig hatten 102.000 Bewerberinnen und Bewerber weder eine Stelle noch eine Alternative. In der DIHK-Umfrage konnten 49 Prozent der Betriebe für 2025 nicht alle Plätze besetzen.
Warum bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt, obwohl es Bewerber gibt?
Weil Angebot und Nachfrage nicht zusammenpassen. In der DIHK-Ausbildungsumfrage 2026 nennen 65 Prozent der Betriebe mit offenen Plätzen fehlende geeignete Bewerbungen als Grund, 24 Prozent bekamen gar keine Bewerbung. Hinzu kommen weite Wege, fehlender Wohnraum und Bewerbungsprozesse, die Jugendliche unterwegs abbrechen.
Wie können kleine Betriebe Azubis gewinnen?
Mit fünf Schritten: die Ausbildung in kurzen Videos mit echten Azubis zeigen, regional dort werben, wo Jugendliche und Eltern unterwegs sind, die Bewerbung auf wenige Minuten am Handy verkürzen, Eltern und Schulen gezielt mit ansprechen und früh starten. Für den Ausbildungsbeginn im Sommer 2027 beginnt die Suche jetzt im Oktober.
Wann sollten Betriebe mit der Azubi-Suche beginnen?
Im Herbst des Vorjahres. Das Berichtsjahr der Bundesagentur für Arbeit beginnt im Oktober, ab dann melden sich Bewerberinnen und Bewerber für den Ausbildungsstart im folgenden Sommer. Wer erst im Frühjahr sucht, konkurriert um die Jugendlichen, die bis dahin noch keine Zusage haben.
Darf man Anzeigen für Ausbildungsplätze an Minderjährige ausspielen?
Ja, aber eingeschränkt. Meta erlaubt bei Nutzerinnen und Nutzern unter 18 Jahren nur noch Alter und Standort als Merkmale der Ausrichtung. Interessen lassen sich nicht nutzen. Deshalb tragen bei Azubi-Kampagnen der regionale Zuschnitt und ein Video, das sofort zeigt, worum es geht, den Großteil der Arbeit.
Brauche ich für ein Video mit minderjährigen Azubis eine Einwilligung der Eltern?
In der Regel ja. Neben der Einwilligung der oder des Jugendlichen selbst sollten bei Minderjährigen auch die Erziehungsberechtigten schriftlich zustimmen, mit Angaben zu Kanälen, Dauer und Widerruf. Die Einwilligung gehört in die Vorbereitung, nicht an den Drehtag.
Was wir daraus mitnehmen
Weniger Ausbildungsplätze machen die übrigen nicht leichter besetzbar. Wer 2027 Azubis gewinnen will, braucht Sichtbarkeit dort, wo Jugendliche sind, einen Bewerbungsweg ohne Hürden und einen Start im Herbst. In der Region Leipzig bleiben bei vier von zehn Betrieben Plätze offen, und ein Teil davon lässt sich genau mit diesen Hebeln füllen.
Die Kurzfassung für Ihre Planung: Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Betrieb Bewerbungen schnell beantworten und Azubis gut begleiten kann. Drehen Sie dann mit Ihren eigenen Azubis, nicht mit der Geschäftsführung. Werben Sie im Umkreis, verkürzen Sie die Bewerbung aufs Handy und beginnen Sie im Oktober statt im März. Wenn neben Azubis auch Gesellen fehlen: Was bei der Suche nach ausgebildeten Fachleuten in der Region anders läuft, steht im Beitrag Mitarbeiter finden im Handwerk.
Azubi-Kampagnen mit Drehtag, Hochformat-Fassungen und regionalen Anzeigen setzen wir im Rahmen unserer Video-Ads-Produktion und Lead-Generierung um, für Betriebe in Leipzig und bundesweit. Wenn Sie wissen wollen, ob sich eine Kampagne für Ihre offenen Plätze lohnt, ist das Erstgespräch ohne Verpflichtung und dauert maximal 15 Minuten.
Quelle: https://expertenfilm.de/ki-news/azubis-gewinnen-ausbildungsplaetze-besetzen